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Aufzugsanlagen - architektonische Meisterleistung

Drucken 15.03.2011, 15:29 Uhr, Wissenschaft
Seit dem Mittelalter sind Aufzüge eine bewährte Beförderungsform. Wurden Sie im Mittelalter noch mit Muskelkraft betrieben, wurden seit dem 19. Jahrhundert Aufzüge mit Motoren gebaut. Hierbei kamen verschiedene Bauformen zum Einsatz. In Gebäuden mit sehr gleichmäßigem Verkehrsfluss, insbesondere Verwaltungen, Versicherungen, Behörden und Ämtern, kam der Paternoster zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Bauform, in der die Aufzugskabinen offen sind und langsam und stetig an der einen Seite hinauf und auf der anderen hinunterfahren, wobei die Benutzer nach Wunsch auf und absteigen. Wartezeiten gibt es auf diese Weise beinahe nicht. Aus Gründen der Sicherheit wird dieser praktische Fahrstuhltyp in Deutschland leider nicht mehr neu gebaut.

Besonders beeindruckende Aufzugssysteme wurden in Hochhäusern geschaffen. Hier wurde ein System von Expressaufzügen und Stockwerksaufzügen geschaffen. Expressaufzüge halten nur an jedem zehnten Stockwerk und erlauben es so auch den Benutzern der oberen Stockwerke, ihr Stockwerk schnell zu erreichen. Stockwerksaufzüge, in die danach umgestiegen wird, verbinden dann zu dem gewünschten Einzelstockwerk. Beispiele solcher Aufzugsanlagen hat etwa das Empire State Building.


Als architektonisch [url=http://www.kone.com/countries/de_DE/produkte/aufzug-aufzuege/aufzugstechnik-ueberblick/transys-lastenaufzug/Pages/default.aspx ]bedeutsamer Lastenaufzug[/url] ist der Autoaufzug im alten Elbtunnel in Hamburg zu nennen, wobei hier auch Fußgänger diesen benutzen.

Unter einem Lastenaufzug versteht man einen Aufzug für Industriebauten, der nur den dafür vorgesehenen Mitarbeitern zur Verfügung steht. Daher gelten vereinfachte Sicherheitsvorschriften, so wurde teilweise auf Türen verzichtet. Nach verschiedenen Unfällen sind heute jedoch mindestens Lichtschranken als Sicherheitsvorrichtung vorgeschrieben.

Schrägaufzüge erfüllen die Anforderungen schwieriger baulicher Bedingungen und sind architektonisch besondere Leistungen. Der längste Schrägaufzug der Welt besteht im Rathaus in Hannover, mit dem man vom oberen Stockwerk in die Rathauskuppel zu den Besichtigungsplattformen fahren kann. Er wird von einem Aufzugführer gefahren.

Auch der Schrägaufzug im U-Bahnhof Innsbrucker Platz in Berlin ist ein Beispiel für eine gelungene Architektur durch einen Schrägaufzug.

Architektonisch wichtig sind Außenfahrstühle, da sie architektonisch in höherem Maße, als Innenfahrstühle hervortreten. Zu nennen ist zum Beispiel der Elevador de Santa Justa in Lissabon. Er wurde als Stahlkonstruktion 1902 errichtet und verbindet zwei auf verschiedenen Höhenstufen gelegene Stadtteile. Der Fahrstuhl verfügt über zwei Kabinen die mit Holz und Messing ausgestattet sind, die ursprüngliche Antriebsart war eine Dampfmaschine. Architektonisch ist die Stahlkonstruktion mit ihrer floralen Ornamentik dem Jugendstil zuzuordnen.

Der längste Aufzug der Welt befindet sich mit 504 Metern Länge im Burj Khalifa in in Dubai und wurde von OTIS gebaut. Dieser Aufzug ist zugleich mit 9 Metern in der Sekunde der schnellste Aufzug der Welt.

Neuartige Hydrauliktechnik, die ohne Aufzugsseile auskommt, erlaubt es inzwischen, mehrere Fahrzeuge unabhängig voneinander in einem Schacht fahren zu lassen.


Autor / Kontakt:
Frau Johanna Schuster
Berlin

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