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Die Geschichte der Allianz Arena

Drucken 14.12.2011, 21:29 Uhr, Sport
Mit 69.901 Sitz- und Stehplätzen ist die Münchner Allianz Arena eines der größten Fußballstadien in Deutschland. In dem im Norden von München erbauten Fußballtempel finden sowohl die Spiele des deutschen Rekordmeisters Bayern München, als auch die von Zweitligist TSV 1860 statt. Mit seiner Wabenstruktur gilt das Stadion als architektonisch außergewöhnlich und als wahrer Blickfang, schließlich erstrahlt das Stadion bei Spielen der Bayern in Rot und bei Partien der Sechziger in markantem Blau. Ein besonderes Highlight durften Sportnachrichten vermelden, als bekannt wurde, dass das Stadion der aktuellen Champions League Saison 2011/12 zum Austragungsort des Finalspiels ausgewählt wurde.

Die Geschichte des jungen Stadions begann erst vor gut zehn Jahren. Damals fand am 21. Oktober 2001 ein Bürgerentscheid zum Bau des Stadions statt, mit dessen Hilfe die Frage geklärt werden sollte, ob ein neues Stadion im Münchner Stadtteil Fröttmaning gebaut werden soll und ob die Stadt die notwendige Infrastruktur erstellen soll. Mit 2/3 Stimmen entschieden sich die Bürger damals für den Bau der Allianz Arena, nachdem ein Umbau des Olympiastadions im Vorfeld von dessen Architekten Günter Behnisch abgelehnt worden war. So wurde ein Architektenwettbewerb ins Leben gerufen, in dem zwei Entwürfe der ursprünglich acht Modelle zur Abstimmung standen.

Den Zuschlag erhielten die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die sich umgehend an die Arbeit machten. Sie entwickelten ein Konzept, das mit dem St. Jakob-Park in Basel vergleichbar ist, also ein Stadion mit einer durchsichtigen „Hülle“ aus Folienwaben, die von innen beleuchtet werden und sich zudem selbst reinigen können. Der Startschuss für den Bau folgte im Herbst 2002 mit der Grundsteinlegung am 21. Oktober. Ganze zweieinhalb Jahre dauerten die Bauarbeiten, ehe der neue Fußballtempel in Bayerns Landeshauptstadt fertig war.

Im März 2004 machte das Stadion dann erste Negativschlagzeilen in den Sport News, als eine Korruptionsaffäre um Karl-Heinz Wildmoser, damals Präsident bei 1860, seinem Sohn und zwei weiteren Beschuldigten publik wurde. Wegen des Verdachts der Untreue und der Bestechlichkeit bei der Ausschreibung wurde Haftbefehl gegen Wildmoser erhoben. Aus Mangel an Beweisen wurde die Anklage damals jedoch fallen gelassen.

Eröffnet wurde die Allianz Arena schließlich am 30. Mai 2005 mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem 1. FC Nürnberg, wobei die Sechziger mit 3:2 gewannen. Die zweite Partie folgte bereits einen Tag später, dann spielten die Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft und gewannen souverän mit 4:2.


Autor / Kontakt:
Herr Ron Butter
München

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