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Schoßgebete – Nichts neues im Buch von Charlotte Roche
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19.08.2011, 15:14 Uhr, Kunst & Kultur
Wie es der Name schon erahnen lässt, wird sich Schoßgebete auch nicht gerade mit tief schürfenden Thematiken auseinandersetzen.
Hat man schon den Namen Feuchtgebiete gehört wusste man auch da worum es geht. Auch jetzt rechnet man erst einmal mit einer ähnlich makaberen und offenen Geschichte welche vermutlich eine kaum innovative Neuauflage des ersten Buches wird. .
War man schon von Feuchtgebiete begeistert bzw. nicht allzu sehr enttäuscht, dann wird man auch mit Schoßgebete glücklich werden. Natürlich gibt es auch eine kleine, wenn auch leider eher unaussagekräftige Leseprobe zum Buch:
„Am liebsten tagsüber und Fenster zu wegen der Nachbarn. So mag es Elizabeth. Ihr Mann
macht die Heizdecken auf dem Bett an, dann kann’s losgehen. Sie fährt sofort mit der Hand
rein in Georgs XXL-Yogahose. Und ab hier betrügt sie ihre Männer hassende Mutter, die ihr
beibringen wollte, dass Sex etwas Schlechtes sei.
Hat aber nicht geklappt, Glück für Elizabeth, Glück für Georg. Aber Sex ist ja nicht alles, es
gibt auch noch das Essenkochen für ihre Tochter Betty, und es gibt den Exmann, Bettys
Vater. Keine geringe Rolle spielen auch ihre Ängste und ihre schrecklichen Eltern.“
Das neue Buch von Charlotte Roche: Stoßgebete soll im Vergleich zu ihrem früherem Buch ein eher düsteres Buch sein, in dem es um Tod, Familienalltag und Probleme geht. Es erstreckt sich über 3 Tage im Familienleben der Elizabeth Kiel, deren Mann George und ihrer Tochter Liza. Der doch recht knappe Zeitrahmen wird oft durch Rückblenden an ein 8 Jahre zurückliegendes traumatisches Ereignis der Erzählerin unterbrochen. Hierbei handelt es sich um den tragischen Unfalltod ihrer drei Brüder. Diese kamen bei einem Autounfall auf dem Weg zur Hochzeit von Elizabeth ums Leben und ihre Mutter konnte schwer verletzt gerettet werden. Dieses Ereignis erschütterte Elizabeth so sehr, dass sie seit dem unter Angst und Depressionen leidet und sich hauptsächlich selber die Schuld am Tod ihrer Brüder gibt. Dieses Erlebnis hat eine traurige Parallele zu Charlotte Roches Familie. Daher musste sie auch Kritik ihrer Familie für das ausbreiten dieses Familiendramas in der Öffentlichkeit einstecken.
Insgesamt handelt es sich um einen, wie Charlotte Roche es selbst formuliert hatte: Reinsten Emotionsporno. Im Buch werden seelische und psychische wie auch physisch erlittenen Qualen aber auch sexuelle Erlebnisse wie eine Blowjob-Szene über 15 Seiten sehr detailliert und ausgiebig geschildert, was natürlich nicht für jeden unterhaltsame Lektüre definiert.
Autor / Kontakt:
Frau Denise Kauer
Dortmund
Frau Denise Kauer
Dortmund
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