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Fußprobleme bei Diabetes

Drucken 22.12.2011, 10:35 Uhr, Gesundheit & Fitness
Nicht nur Diabetiker haben Fußprobleme. Gesunde Schuhe sollten eigentlich ein Thema für die meisten Menschen sein. In der Realität sind sie aber eines der am meisten missachteten. Man geht vor allem in jungen Jahren lieber mit der Mode oder achtet mehr auf den Preis als auf die Qualität der Fußbekleidung. Unbequeme, zu enge, zu spitze, zu große oder schief gelaufene Schuhe sind in fast allen deutschen Schuhschränken zu finden.

Das kann man sich als Diabetiker allerdings nicht mehr leisten. Der so genannte diabetische Fuß als Folge der Zuckererkrankung ist ein Phänomen, das mit größtmöglicher Sorgfalt behandelt werden will. In Folge der Diabeteserkrankung wird nämlich die Durchblutung in den Füßen gestört. Es kommt häufig auch zu Nervenschädigungen, so genannten Neuropathien. In Folge dieser Schädigungen bemerkt man Druckstellen oder Verletzungen oft nicht rechtzeitig. Geschwüre, Verletzungen, Druckstellen und falsche Belastungen können an so einem Fuß zu schweren Folgeschäden bis hin zur Amputation führen. Somit ist das richtige Schuhwerk neben passenden Strümpfen ohne Schnürränder die wichtigste Vorbeugung. Gesunde Schuhe für Diabetiker müssen bestimmte Eigenschaften haben. Der diabetische Fuß darf nirgendwo eingeschnürt werden. Der Schuh sollte keine wulstigen Nähte, Kappen oder inneren Lederverstärkungen haben. Im Fersenbereich muss ausreichender Halt geboten sein, ohne dass der Schuh scheuert. Der Vorderfußbereich muss ausreichend Platz für die Zehen bieten. Am besten sind Nullabsätze, da höhere Absätze automatisch den Druck nach vorne verlagern. Die innen liegenden Nähte müssen beim diabetischen Fuß abgedeckt sein. Die Sohle sollte fest, das Leder aber weich sein.

Gesunde Schuhe sind für Diabetiker ein Muss. Hat man Diabetes mellitus ohne Nervenstörungen und wurde keine arterielle Verschlusskrankheit diagnostiziert, können bequeme und weiche Konfektionsschuhe gekauft werden. Bei Deformationen im Fußbereich sind orthopädische Einlagen sinnvoll, die gepolstert sind. Bei Vorliegen von Polyneuropathie und Durchblutungsstörung am Fuß sind gesunde Schuhe wie oben beschrieben jedoch die einzige Alternative. Hier kann man nur mit Spezialschuhen für Diabetiker weitere Schäden verhindern. Für Risikopatienten kann ein gesunder Schuh auch ein Maßschuh mit orthopädischen Einlagen sein. Die Kosten für gesunde Schuhe übernimmt zu großen Teilen die Krankenkasse. Ist der diabetische Fuß einmal verletzt oder hat sich ein Druckgeschwür gebildet, muss man so genannte Entlastungsschuhe anpassen.


Autor / Kontakt:
Frau Lulu Merker
Ulm

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