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Alterskrankheit Demenz

Drucken 09.01.2012, 09:00 Uhr, Gesundheit & Fitness
Derzeit leiden etwa 1,3 Millionen Bundesbürger an Demenz. Der Name dieser Krankheit ist aus dem lateinischen „Dementia“ abgeleitet und kann mit „nicht bei Verstand sein" oder „abnehmende Geisteskräfte“ übersetzt werden. Der Volksmund versteht darunter eine Altersverwirrtheit, die in ihren graduellen Abstufungen unterschiedliche Ausprägungen haben kann. Dies kann von leichter Verwirrtheit bis hin zu schweren Formen reichen. So kann es vorkommen, dass Demenzkranke ihre Ehepartner oder Familienmitglieder nicht mehr erkennen.

Gemeinhin wird Demenz mit Alzheimer gleichgesetzt, was jedoch nicht ganz richtig ist. Alzheimer ist zwar die häufigste Form von Demenz, doch beileibe nicht die einzige. Von den derzeit rund 1,2 Millionen Demenzkranken leiden rund 700.000 an Alzheimer. Die zweithäufigste Demenzform ist die vaskuläre Demenz. Hier liegt die Ursache in Durchblutungsstörungen begründet, die durch Hirnschläge hervorgerufen werden.

Das Risiko an Demenz zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. So ist etwa ein Drittel der über 90-Jährigen dement. Heilen lässt sich diese Krankheit nicht, auch die Behandlungsmöglichkeiten sind eher eingeschränkt. Der Schwerpunkt sollte von daher auf der Prävention liegen. Die Risikofaktoren sind auch schnell ausgemacht. Diabetes, Alkohol, hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht, Rauchen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und erkrankte Herzkranzgefäße erhöhen das Risiko an Demenz zu erkranken drastisch. Somit lässt sich im Rückschluss durch gesunde Ernährung, Verzicht von Alkohol und Zigaretten, Vermeiden von Übergewicht, und Sport treiben das Risiko deutlich minimieren.

Für die Angehörigen und die Umgebung ist der Umgang mit Demenzkranken oft nicht einfach. Auf keinen Fall sollte man Demenzkranken alle Tätigkeiten abnehmen und sie vielmehr zur Selbsthilfe ermuntern. Ein weiterer Fehler wäre mit Ungeduld zu reagieren, da dies Demenzkranke unnötig unter Druck setzen würde. Demenzkranken sollte immer das Gefühl gegeben werden, dass man sie braucht und als Person respektiert und liebt.


Autor / Kontakt:
Herr Guido Wehrle
Karlsruhe

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