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Prosit Neujahr - ohne Verletzung

Drucken 26.10.2011, 00:00 Uhr, Familie
(djd). Verbrennungen, Augenverletzungen, Knalltrauma: Jedes Jahr verletzen sich in der Silvesternacht viele Hundert Menschen schwer beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern. Auch Wohnungsbrände durch verirrte Raketen oder Böller sind keine Seltenheit. "Bei aller Ausgelassenheit sollte man das neue Jahr nicht mit gefährlichem Leichtsinn beginnen", so Christian Lübke, Sprecher beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). "Der Umgang mit Feuerwerkskörpern erfordert Umsicht und Verantwortungsbewusstsein. Wer bereits tief in die Flasche geschaut hat, sollte sich besser zurückhalten."

Kinder nicht allein lassen

Der sorgsame Umgang beginnt bereits beim Kauf der Silvester-Kracher: "Von Feuerwerkskörpern ohne Zulassung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sollte man die Finger lassen", so Christian Lübke weiter. Die BAM hat die Feuerwerkskörper in zwei Klassen eingeteilt. Die Knaller der Klasse "PII" dürfen nur zu Silvester und nur von Personen über 18 Jahren gezündet werden. Kinder sollten nie unbeaufsichtigt Raketen oder Böller zünden. Ohnehin ist das Böllern nur am Silvesterabend ab 18 Uhr und bis Neujahr um sieben Uhr erlaubt. "Verboten ist das Knallen in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kirchen sowie Kinder- und Altenheimen" betont der Versicherungsexperte.

Gefährliche "Spätzünder"

Eine selbstverständliche Regel, die dennoch immer wieder missachtet wird: Raketen sollten niemals aus der Hand, sondern stets aus standsicheren Rohren oder Flaschen gezündet werden. Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, dürfen nicht aufgehoben werden, da es sich um "Spätzünder" handeln könnte. "Höchste Explosionsgefahr besteht beim Trocknen oder Anwärmen von Blindgängern", so Christian Lübke. Zuschauer von Feuerwerken sollten nach seinen Worten zudem auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand achten. Türen und Fenster sind stets geschlossen zu halten, damit sich keine Knaller in die Wohnung verirren. Unter www.gdv.de gibt es viele weitere Informationen für einen fröhlichen und zugleich sicheren Jahreswechsel.

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