Startseite / Familie / Freudiges Ereignis - gut vorbereitet und fit fürs Baby
Freudiges Ereignis - gut vorbereitet und fit fürs Baby
Drucken
06.09.2011, 00:00 Uhr, Familie
(dtd). Hurra, ein Baby! Sobald feststeht, dass ein Paar bald zu dritt sein wird, gehen die Überlegungen los: Was wird in den nächsten Monaten passieren, worauf müssen wir achten? Welche Vorbereitungen sind notwendig, und wo kann man sich Rat und Hilfe holen? Ein "Countdown" vom ersten Schwangerschaftsmonat bis zur Geburt gibt wichtige Hinweise hierzu.
(Bild 1)
Der erste Monat
Dass ein Kind unterwegs ist, merken nicht alle werdenden Mütter auf die gleiche Weise: Manche fühlen sich unwohl, anderen wiederum geht es blendend. Doch wenn die monatliche Regel ausbleibt und man nicht nur morgens Übelkeit verspürt, sollte man auf jeden Fall zum Frauenarzt gehen und einen Schwangerschaftstest machen. Denn ab der zweiten Schwangerschaftswoche ist im Hinblick auf Alkohol, Medikamente und Röntgenstrahlen Vorsicht geboten: In dieser Zeit bis etwa zur achten Woche entwickeln sich die Organe des Kindes, die nicht durch äußere Einflüsse geschädigt werden sollten.
Der zweite Monat
Ab der fünften Woche entstehen das zentrale Nervensystem und das Gehirn des Embryos, die Wirbelsäule und der Verdauungsapparat. Wenn das Herz ab der sechsten Woche schlägt, gilt die Schwangerschaft als gesichert. Ganze zweieinhalb Zentimeter ist das Kleine dann gegen Ende des zweiten Monats groß, man kann schon Arme, Beine und Ansätze des Gesichts erkennen. Für die Schwangere ist nun die Zeit gekommen, zur ersten Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt zu gehen - dann wird mithilfe der Angabe des ersten Tags der letzten Periode und der individuellen Länge des Zyklus? der voraussichtliche Geburtstermin errechnet und der Mutterpass ausgestellt. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche müssen alle vier Wochen, danach alle zwei Wochen Besuche beim Frauenarzt eingeplant werden. Stets gilt jedoch: Wer sich nicht wohl fühlt und zum Beispiel Blutungen hat, sollte nicht bis zum nächsten Termin warten, sondern dies direkt abklären lassen.
Der dritte Monat
Der Embryo, der über die Plazenta mit allen Nährstoffen versorgt wird, wächst sichtlich weiter - Nase, Augen, Ohren, Lippen und Zunge lassen sich erkennen. Der Magen, die Leber und die Nieren arbeiten sogar schon. Noch schwer zu unterscheiden sind die entstehenden Muskeln, Knochenzellen und ebenfalls die Geschlechtsorgane. Das Ungeborene wird nun zum ersten Mal bei einer Ultraschalluntersuchung vermessen, damit seine weitere Entwicklung besser beurteilt werden kann. Auf diese Weise lässt sich auch der Geburtstermin genauer einkreisen - und zum Beispiel feststellen, ob die Frau Zwillinge erwartet.
Der vierte Monat
In der Regel ein prima Monat für die werdende Mutter: Ihr Körper hat sich an die "anderen Umstände" gewöhnt, jedoch ist der Bauch noch nicht so sehr angeschwollen, dass er Probleme bereitet. Viele empfinden jetzt so richtig das Glück, schwanger zu sein. Währenddessen hat der werdende Säugling die Augen noch geschlossen, kann sich jedoch schon bewegen und strampelt mit den Beinen.
(Bild 2)
Der fünfte Monat
Der Embryo ist inzwischen zu einer Größe von etwa 25 Zentimetern angewachsen und wiegt circa 450 Gramm. Das wird vom Arzt ebenso kontrolliert wie die Menge des Fruchtwassers und der Sitz der Plazenta. Oft lässt sich auch das Geschlecht erkennen. Wenn das kleine Mädchen oder der Junge in der Fruchtblase Purzelbäume schlägt, spürt man das - was auch gut so ist. Denn die Bewegungen stellen eine Art Training dar, damit sich die Nervenverbindungen zum Gehirn entwickeln.
Der sechste Monat
Jetzt nimmt das Baby auch Geräusche von außen wahr, hört die Stimmen von Vater, Mutter, oder Geschwistern - und es wird rundlicher, bekommt Fettpölsterchen. Das Gewicht des Kindes kann bei der Mutter die Entwicklung von Krampfadern fördern - wer etwas dagegen unternehmen möchte, sollte keine Schuhe mit hohen Absätzen tragen, das gleiche gilt für enge Stiefel. Jetzt auch besser nicht in die Sauna gehen, damit sich die Gefäße nicht zu sehr erweitern.
(Bild 3)
Der siebte Monat
Der künftige Säugling wächst und wächst, er schwimmt in immer weniger Fruchtwasser und bekommt schrumpelige Haut. Zeit, die Geburt vorzubereiten und entsprechende Kurse zu besuchen. Außerdem gilt es, Antworten auf wichtige Fragen zu finden: Wo soll das Kind zur Welt kommen, in einer Klinik oder in einem Geburtshaus? Wie soll es heißen? Solange die Mutter noch länger zum Shoppen unterwegs sein kann, sollte sie jetzt langsam auch eine Erstausstattung für den neuen Erdenbürger zusammenstellen.
Der achte Monat
In dieser Zeit nehmen viele Kinder schon die Position ein, in der sie geboren werden. Das schaut sich der Arzt bei der letzten Ultraschalluntersuchung an - ebenso wie die Größe und das Gewicht. Die ersten Schwangerschaftswehen können spürbar werden, indem der Bauch kurz hart wird, ohne zu schmerzen. Eine Übung der Gebärmutter für den Moment, in dem es soweit ist. Sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt der gesetzlich geregelte Mutterschutz - die Frau braucht nicht mehr zu arbeiten.
Der neunte Monat
Der Embryo ist fast vollkommen - rosig, rund 45 Zentimeter lang und zweieinhalb Kilo schwer. Die Eltern richten ihm nun sein Zimmer fertig ein, und erledigen noch notwendige Behördengänge: Dazu gehört beispielsweise, die Papiere vorzubereiten, um das Kind anzumelden. Dafür benötigt das Standesamt das Familienstammbuch oder die Heiratsurkunde der Eltern. Sind diese nicht verheiratet, muss die Geburtsurkunde der Mutter vorgelegt werden. Nicht vergessen, den Klinikkoffer für den Fall der Fälle zu packen! Hinein gehören: Mutterpass, Personalausweis, Krankenkassenkarte und etwas Kleingeld. Außerdem: Bequeme Nachthemden, ein Bademantel und weite Hosen für die Tage nach der Geburt. Still-BHs, am besten eine Nummer größer als im sechsten Monat, und Still-Einlagen, sind ebenfalls notwendig.
Die Geburt
(dtd). Auch wenn inzwischen jedes dritte Kind durch einen - teils geplanten- Kaiserschnitt zur Welt kommt, wie die Zeitschrift "Eltern" berichtet: Die meisten Geburten geschehen doch auf "normale" Weise, und sind folglich mit Schmerzen verbunden. Inzwischen können sich Frauen dabei jedoch mit der so genannten PDA (Periduralanästhesie) helfen lassen. Dabei handelt es sich um eine Narkosetechnik, bei der ein Mix aus Betäubungs- und Schmerzmittel eingesetzt wird. Das Ziel: Der Schmerz wird nicht bis ins Rückenmark weitergeleitet. Ob eine PDA gewünscht und möglich ist, oder ob es zum Beispiel Allergien gibt, die dagegen sprechen, muss mit dem Narkosearzt besprochen werden.
(Bild 4)
Das braucht das Neugeborene
Babykleider sind niedlich, passen aber schnell nicht mehr - weil Neugeborene so zügig wachsen. Deshalb beim Einkaufen lieber erst einmal zurückhaltend sein und die Freundin fragen, deren Kind vor einiger Zeit geboren wurde, ob sie noch ein paar Bodys, Hosen und Jäckchen in Größe 62 oder ein Strampler Größe 56 hat. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch gesünder: Denn Kleidung, die schon getragen ist, wurde auch häufiger gewaschen - dadurch kann man sicher sein, dass Schadstoffe ausgespült wurden. Zur Grundausstattung gehören neben Wegwerfwindeln übrigens auch Stoffwindeln, die zum Beispiel als Spucktücher dienen. Außerdem: Jacke, Mützchen, Socken und eine Babydecke für den Heimweg. Falls das Kind mit dem Auto chauffiert wird - unbedingt an einen Autositz denken.
(Bild 5)
Entspannt durch die Schwangerschaft
(dtd). Schwanger zu sein und sich auf sein Baby zu freuen, ist ein wunderbares Gefühl. Doch der Körper verändert sich, wenn der Bauch wächst und kann plötzlich Beschwerden verursachen, die Frauen vorher nicht kannten. Gegen häufig auftretende Probleme lässt sich aber vieles selbst unternehmen. Ein Überblick.
- Auf einem Gymnastikball statt auf einem Stuhl Platz nehmen, um Rückenschmerzen zu lindern (durch den Ball wird das Becken beweglicher).
- Sanftere Sportarten wie Yoga oder Schwimmen für die Zeit der Schwangerschaft wählen. Entspannungsübungen helfen dabei, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln - was vor allem im Hinblick auf die Geburt wichtig ist.
- Mehr schlafen, sich ausreichend zu bewegen und magenfreundliche Kräutertees zu trinken kann gegen Übelkeit und Erbrechen helfen.
- Gegen Spannungen oder Juckreiz in den sich entwickelnden Brüsten gibt es einen Brustwarzenschutz in der Apotheke.
- Die Zähne sind ab dem dritten Schwangerschaftsmonat anfälliger für Karies - deshalb auf die Mundhygiene achten und einen Zahnarzttermin zur Kontrolle vereinbaren.
- Wer sich mit duftenden, sinnlich anregenden Hautölen an Brust und Bauch leicht massiert, sorgt dafür, dass die Haut geschmeidiger wird und kann Dehnungsstreifen verhindern.
- Baden tut gut, jedoch sollte man das Wasser nicht zu heiß werden lassen, um den Kreislauf nicht zu belasten. Wechselduschen beugen Krampfadern vor und regen die Durchblutung an.
- Je größer der Bauchumfang wird, desto wichtiger ist es, die aufrechte Haltung zu kontrollieren und nicht ins Hohlkreuz oder in den Rundrücken zu verfallen.
- Beschwerden durch Wasseransammlungen können gelindert werden, indem die Beine hoch gelagert werden. Brennesseltee und einige Obst- oder Gemüsesorten wie Spargel und Erdbeeren helfen beim Ausschwemmen der Flüssigkeit.
- Frühzeitige Schwangerschaftswehen, die sich häufen, sind oft Signale des Körpers, die zeigen: er braucht mehr Schonung. Also: öfters mal abschalten, die Beine hochlegen? und keinesfalls Tüten, Koffer oder ähnliches mit einem Gewicht von mehr als fünf Kilo tragen.
(Bild 6 und 7)
Blick durch die Bauchdecke - was Ärzte feststellen können
(dtd). Wird mein Kind gesund auf die Welt kommen? Diese Frage beschäftigt werdende Mütter und Väter meist mehr als alles andere. Und sie lässt sich inzwischen dank der so genannten Pränataldiagnostik auf verschiedene Weise beantworten. Dabei handelt es sich um medizinische Untersuchungen während der Schwangerschaft, die zur allgemeinen Vorsorge hinzu kommen, und mittels derer man beispielsweise eine Trisomie 21 (das so genannte Down-Syndrom, eine Chromosomenstörung) erkennen kann. Sind in einer Familie Erbkrankheiten bekannt, kommt zum Teil auch die Krankenkasse für die Kosten auf. Neben zusätzlichen Ultraschall- und Blutuntersuchungen zählt zur Pränataldiagnostik etwa die Fruchtwasseruntersuchung, auch Amniozentese genannt. Dabei wird durch die Bauchdecke der Schwangeren etwas Fruchtwasser entnommen, das in mehreren Tests im Labor unter die Lupe genommen wird. So können mögliche Schädigungen des Fötus festgestellt werden. Zum gleichen Zweck kann der Arzt auch Zellen aus dem Gewebe des Mutterkuchens bei einer so genannten Chorionzottenbiopsie untersuchen. Bis die endgültigen Ergebnisse vorliegen, vergehen in der Regel zwei bis drei Wochen.
Ein viel diskutiertes Verfahren der Diagnostik vor der Geburt, ja sogar vor der Entstehung einer Schwangerschaft ist die Präimplantationsdiagnostik (PID): Bei der PID handelt es sich um eine Untersuchung von Embryonen, die im Reagenzglas erzeugt wurden - solche Tests können Hinweise auf bestimmte Krankheiten geben. In der Folge wird entschieden, ob der jeweilige Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt wird oder nicht. In Nachbarländern wie etwas Belgien ist PID erlaubt, in Deutschland hingegen war sie bis zum Sommer 2011 verboten. Nach langem Ringen entschied sich der Bundestag vor kurzem für eine gesetzliche Neuregelung, die auch zu einer Änderung des Embryonenschutzgesetzes führte. Die PID ist demnach in zwei Situationen nicht rechtswidrig: Sie kann angewandt werden, wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schwerwiegende Erbkrankheit besteht, oder wenn die Ärzte damit rechnen, dass der Embryo so stark geschädigt ist, dass eine Tot- oder Fehlgeburt droht. Wenn sich die werdenden Eltern aufgrund der Ergebnisse, die sie durch die Verfahren der Pränatal- oder Präimplantationsdiagnostik erhalten, für eine Abtreibung entscheiden, sollten sie nicht nur medizinischen, sondern auch psychologischen Rat suchen.
Der obige Artikel wurde uns elektronisch überliefert von Contentquelle.de, wir haben keinerlei Einfluss auf den Inhalt und übernehmen deshalb für die Richtigkeit des Inhalts auch keine Haftung. Sollte die obige Meldung Rechte jeglicher Art verletzen, bitte kurze Email schicken an service[at]affective.de, wir löschen diese Meldung dann unverzüglich und setzen den Urheber der Meldung in Kenntnis.
Autor / Kontakt:
Hinweis:
Artikel-Promotion.de distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Pressemeldung/dieses Artikels. Die Meldung gibt nicht die Meinung von Artikel-Promotion.de wieder und somit ist Artikel-Promotion.de nicht für die Richtigkeit des Inhalts haftbar, sondern der Urheber der Pressemeldung/des Artikels. Sollte die obige Meldung Rechte jeglicher Art verletzen, bitte kurze Email schicken an service[at]affective.de, wir löschen diese Meldung dann unverzüglich.

