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Rotwein - ein vielseitiges Getränk

Drucken 12.12.2011, 15:40 Uhr, Essen & Trinken
Herstellung

Das Fruchtfleisch fast aller Rebsorten ist beinahe farblos. Die rote bis violette Färbung eines Rotweines entsteht alleine durch die in der Schale enthaltenen Farbstoffe.
Somit unterscheidet sich Rotwein nicht nur farblich und geschmacklich, sondern auch in der Herstellung von Weißwein.
Die Weinbeeren werden zu Maische verarbeitet und der Wein auf der Maische gegoren. Dies nennt man Maischegärung. Die Farbintensität eines Rotweines wird unter anderem auch durch die Länge der Maischegärung mitbestimmt. Lässt man nur eine kurze Gärzeit zu, so erhält man einen Roséwein.
Zielt man auf einen eher fruchtigen Wein ohne Alterungspotenzial hin, empfiehlt sich eine kürzere Gärzeit als bei volleren Rotweinen, die Alterungspotenzial besitzen. Dies gründet darauf, dass sich der Anteil an Phenolen und Tanninen durch längere Gärzeit erheblich erhöht.


Geschichte

Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass schon vor über achttausend Jahren Wein produziert wurde. Hinweise darauf finden sich unter anderem in Mesopotamien, in der Nähe von Damaskus und auch im Iran.
Schon Hippokrates verschrieb Rotwein als Medizin bei Störungen des Herz-Kreislauf-Systems.


Sensorik

Rotweine können vielerlei sensorische Geschmacksnoten aufweisen, einige davon sind z. B. Holznoten, Schokolade, Gewürznoten, Beeren und viele mehr.


Gesundheitliche Aspekte

Der Glaube dass ein moderater Weinkonsum gesund sei, ist weit verbreitet. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Franzosen, denen ein erhöhter Weinkonsum nachgesagt wird, eine längere Lebenserwartung als Bewohner anderer Länder haben. Durch roten Wein soll bestimmten Arten von Krebs vorgebeugt werden können. Dies wird einem Stoff namens Resveratrol zugeschrieben. Hingegen steigt bei stetem Alkoholkonsum beispielsweise die Gefahr an Kehlkopfkrebs zu erkranken.

Neueren Forschungen zufolge besitzen manche Rotweine jedoch einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Dies liegt an hohen Polyphenolgehalten. Den höchsten Polyphenolgehalt bei traditioneller Verarbeitung, besitzt die Sorte Tannat welche ausschließlich in Frankreich und Sardinien angebaut wird. Dieser Wein kann bis zu viermal so hohe Polyphenolgehalte aufweisen wie andere Rotweinsorten.


Autor / Kontakt:
Herr Oliver Stoll
Karlsruhe
URL: http://www.genussreich.de

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