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Obst und Gemüse? Der Wiener Naschmarkt ist längst mehr

Drucken 16.01.2012, 07:52 Uhr, Essen & Trinken
Als Obst- und Gemüsemarkt ist der Wiener Naschmarkt seit vielen Jahren bekannt. Viele Touristenführer nennen ihn den bekanntesten Markt der Stadt, und bei vielen Wienbesuchern ist er einer der beliebtesten; bei Städtereisen Wien darf er auf keinen Fall fehlen. Doch der Naschmarkt ist über sein Image als Lebensmittelmarkt und Touristenattraktion hinausgewachsen. Er ist zum Szenetreffpunkt geworden.

Wie konnte das passieren? Wahrscheinlich waren es die vielen Essenstände, die den Naschmarkt bevölkern, die ein immer breiteres Publikum herzogen. Von traditionell Wienerisch bis Indisch, von Vietnamesisch bis Italienisch – man kann ja hier so ziemlich alles essen, was einem beliebt.

Kein Wunder, dass der Naschmarkt bei der Büroarbeitenden Bevölkerung Wiens zu einem beliebten Ort für das Mittagessen geworden ist. Andere kommen nach getaner Arbeit gerne auf einen Snack vorbei.

Früh morgens herrscht auf dem Naschmarkt vor allem Geschäftigkeit um die Lebensmittelstände. Sterne-Köche kaufen hier neben Familienversorgern für die Mahlzeiten der Woche ein. Gegen Mittag merkt man dann, wie ein zunehmend urbanes Publikum den Weg herfindet.

Den Trend-Wert hochgetrieben haben natürlich auch die Geschäfte und Lokale, die sich um den Markt befinden: Tewa, zum Beispiel, wo es ausgezeichnete biologische Küche gibt, oder Neni, wo Gäste aus einem Tirol Hotel neben Wienern israelisch-orientalische Spezialitäten probieren.

Wer frischen Fisch mag, wird bei Umar glücklich. Nicht ohne Grund gilt dieses Restaurant am Naschmarkt bei vielen als das beste Fischlokal Wiens. Nicht weit von hier verkauft die aus dem Fernsehen bekannte Köchin Sohyi Kim ihre eigenen Chutneys, Saucen, Suppen und Dressings.

Die neuen Fans des Naschmarkts bleiben zum Plausch mit Freunden gerne noch eine Weile in einem Cafe oder einer Kneipe. Im Café Amacord wird in gemütlichem Ambiente Wiener Küche serviert. Das fast rund um die Uhr geöffnete Café Drechsler – das eine Art Wiener Kaffeehaus darstellt, allerdings der modernen Art – spiegelt bestens den neuen Naschmark wieder.

Wer hier versackt, und zur frühen Stunde auf die Straße tritt, der kann den Marktverkäufern dabei zusehen, wie sie bereits für den nächsten Markttag ihr Stände aufbauen.


Autor / Kontakt:
Herr Fabian Mache
Düsseldorf

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