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Die Waffeln und ihre Geschichte

Drucken 05.03.2010, 19:11 Uhr, Essen & Trinken
Geschichtsbüchern zu Folge zählt die Waffel, so wie man sie im westlichen Teil Europas kennt, zu den niederfränkischen Fastengebäcksstücken, die man damals auch zu Festen servierte. Zu diesen Zeiten war ein Waffelautomat natürlich noch undenkbar für die Produktion. Man kann sie also durchaus mit den damaligen Krapfen oder den Strauben vergleichen. So wurde sie von den Franken nach Frankreich importiert und publik gemacht, während sie in den Gebieten des Rheins in den deutschen Ortschaften mehr und mehr an Bekanntheitsgrad bekam. So begann man allmählich immer mehr, sie zu besonderen Anlässen zu servieren. Die Bezeichnung „Waffel“ ist seit dem 15. Jahrhundert ein Begriff und hat seit daher in den Rezeptbüchern eine große Bedeutung. Die größte Verbreitung war in Deutschland um das 17. Jahrhundert herum. Die Form und das Aussehen der Waffeln liegt der Wabe eines Bienenstockes zu Grunde, die vor langer Zeit als Vorbild diente. Nach und nach prägten die Schmiede der Umgebung die Waffeleisen mit Kerben bzw. Waben und gaben der süßen Speise ihre Form, so wie man sie auch heute kennt. Geschichtsbüchern zu Folge stammt der Name der Waffel von dem Wort „Weben“ und „Wabe“ ab.

Das am meisten verwendete Waffelrezept ist ein Butterteig, den man auch oft auf Jahrmärkten antrifft. Der Waffelmann bietet dort seine frischen Süßspeisen den Besucher an. Auch in Supermärkten kann man die fertige Waffel abgepackt und länger haltbar kaufen. Das Tiefgravurmuster ist unverwechselbar und sieht sehr appetitlich aus. Die Formen der Waffeln können höchst unterschiedlich sein. Es gibt sowohl runde, als auch eckige oder herzförmige Schablonen bzw. Waffeleisen, die der Waffel ihr Aussehen verleihen. Das Ur-Eisen, was man vor vielen Jahren als Waffeleisen verwendete, war das so genannte Zangenwaffeleisen. Viele Leute kennen die Waffel auch unter dem Namen Eiserkuchen oder Hippen.

Was das Waffelrezept betrifft, so kann man auch für den heutigen Waffelautomat noch das Grundrezept aus früheren Zeiten bedenkenlos verwenden. Bei Bedarf kann man Puderzucker als Garnitur auf das Endprodukt drüberstreuen. Schlagsahne und süße Früchte sind für das Auge immer ein zusätzlicher Genuss.


Autor / Kontakt:
Frau Melani Becker
Berlin

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