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Erweiterung des OSI-Modells - Mit MPLS das Netzwerk optimal nutzen

Drucken 14.12.2011, 15:02 Uhr, Computer IT
Wenn vom OSI-Schichtenmodell die Rede ist, horchen IT-Experten auf. Handelt es sich doch um die grundsätzliche Beschreibung der einzelnen Schichten der Computerkommunikation und der damit verbundenen Protokolle und Prozesse. Wie auf einem großen Sandwich liegen die verschiedenen Technologien aufeinander, die sich Stück für Stück zur Netzwerktechnik ergänzen. Wo es auf der untersten Ebene noch um den reinen physikalischen Transport der Daten geht (sozusagen die elektrischen oder optischen Impulse auf der Leitung), wird es mit zunehmender Ebene (man spricht auch von Layer) abstrakter. Auf der zweiten Schicht (Sicherungsschicht genannt) kommen grundlegende Protokolle wie Ethernet, Token Ring oder FDDI zum Einsatz. Darüber, auf Layer 3, bereits das allseits bekannte IP-Protokoll. Blickt man noch weiter nach oben, also auf die Schichten vier bis sieben, begegnen einem TCP und UDP (Ebene 4) bis HTTP, FTP und FTP (oberste Ebene 7). Im Zusammenspiel dieser jeweils für bestimmte Aufgaben zuständigen Schichten können die komplexen Arbeiten einer Netzwerkkommunikation in der Form bewältigt werden, wie sie heutzutage gefordert wird.
Dennoch gibt es Grenzen und entsprechen auch Erweiterungen. MPLS ist eine solche. Das Multiprotocol Label Switching erweitert das OSI-Schichtenmodell um eine Art Zwischenschicht, die zwischen der zweiten und dritten angesiedelt ist. Die noch relativ unbekannte MPLS-Technologie wurde bereits vor einiger Zeit entwickelt und ist vielerorts im Einsatz. Dass sie dennoch recht unbekannt ist, liegt an ihrer vermeindlich hohen Komplexität und dem Know-How, das mit seiner Implementierung verbunden ist. Doch aufgrund seiner Leistungsfähigkeit und Flexibilität werden MPLS-Netze mittlerweile nicht mehr nur von großen Unternehmen eingesetzt sondern auch im Mittelstand und bei kleinen Firmen. Dem Aufwand der Implementation steht ein massives Plus an Performance, Betriebs-, Ausfall- und Datensicherheit gegenüber, das eine Einführung in vielen Fällen nahelegt. Das Multiprotocol Label Switching läßt anstelle des bisher im IP gültigen Routings anhand punktueller Gegebenheiten und lokal getroffener Entscheidungen für jedes einzelne Datenpaket (paketorientiertes Routing) die Vorgabe statischer Routingstrecken zu. Hierfür bindet es zusätzliche Label an die einzelnen Datenpakete, in denen die definierten Routingstrecken enthalten sind und an die Router übergeben werden. Diese haben sich MPLS-konform lediglich noch um den Transport in die gewünschte Richtung zu kümmern. Daneben ist MPLS auch in der Lage, eine Priorisierung einzuführen. Dies hat zur Folge, dass bestimmte Arten von Daten mit höherer Aufmerksamkeit behandelt werden als andere. Etwa im Bereich von Audio- und Videokonferenzen ist dies elementar. Man spricht von der QoS oder auch Quality of Service, die für einen gleichbleibenden Durchsatz beim Transport dieser sensiblen Daten sorgt. Schließlich kann MPLS auch im Bereich der Abhörsicherheit punkten: Mit statischem Routing kann verhindert werden, dass private Daten über externe Infrastrukturen laufen und somit abhörbar wären. Mit diesen und weiteren Fähigkeiten sorgt das MPLS für eine beeindruckende Erweiterung der Netzwerkmöglichkeiten und leistet insbesondere innerhalb von Netzwerken mit hohen und höchsten Anforderungen gute Dienste.


Autor / Kontakt:
iQom Business Services GmbH
Herr Ralf Pregens
Eschborn
Fon: 06196 99896-0
URL: http://www.m-p-l-s.de

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