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Handarbeit mit Köpfchen
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04.10.2011, 00:00 Uhr, Bildung
Duale Ausbildung
Die Ausbildung zum Tischler erstreckt sich in der Regel über drei Jahre - das duale System beinhaltet dabei sowohl die Arbeit im Betrieb als auch den Unterricht in der Berufsschule. Im Betrieb helfen die Lehrlinge bei der Abwicklung von Kundenaufträgen. So lernen sie alles, was ein Tischler können muss, von der Planung und Vorbereitung über die Fertigung bis zur Lieferung und dem Einbau beim Auftraggeber. Design und Funktion spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Wahl der jeweils am besten geeigneten Materialien.
Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung, die aus einem praktischen und einem theoretischen Teil besteht. Doch damit sind die Weiterbildungs- und Aufstiegschancen in diesem Handwerksberuf längst nicht erschöpft: Mit dem Gesellenbrief eröffnen sich verschiedenste Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln oder zu spezialisieren. Ganz klassisch kann man als Geselle in einer Werkstatt arbeiten, um anschließend den Meister zu machen. Der Meistertitel ist noch immer die beste Gewähr, einen eigenen Betrieb erfolgreich zu führen. Die Meisterkurse vermitteln den letzten Schliff im Handwerk und zugleich das notwendige Rüstzeug in Sachen Betriebsführung.
Gezielt qualifizieren
Wer schon während der Gesellenzeit weiterkommen will, hat drei bundesweit anerkannte Fortbildungen zur Auswahl: Die zum geprüften Kundenberater, zum geprüften Fertigungsplaner oder zum geprüften Fachbauleiter. Gesellen qualifizieren sich damit schon vor der Meisterprüfung für Führungsaufgaben im Betrieb. Die entsprechenden Kurse werden zum Beispiel von den Bildungseinrichtungen der Fachverbände oder den Handwerkskammern angeboten. Zu weiteren möglichen Fortbildungen zählen Qualifizierungen als Elektrofachkraft, als Gestalter im Tischlerhandwerk oder als Tischler für Restaurierungsarbeiten.
Außerdem können Gesellen noch einmal die Schulbank drücken, um sich weitergehende berufliche Horizonte zu eröffnen. Fachoberschulen, Fachschulen, Technikerschulen oder Fachhochschulen bieten diverse Abschlüsse. Für Techniker der Holz- und Kunststoffverarbeitung bestehen zum Beispiel gute Aussichten, als Führungskraft in einem Betrieb mitzuarbeiten. Studenten einer Fachhochschule können mit dem Titel eines graduierten Ingenieurs oder eines graduierten Designers abschließen. So vielseitig wie das Handwerk selbst, sind auch die Karriere-Optionen des Tischlers.
Berufsziel Tischler:
Darauf kommt es an
(dtd). Der Tischler gilt nicht ohne Grund als einer der vielseitigsten Handwerksberufe. Die Bandbreite der Tätigkeiten reicht von Möbelbau und Gestaltung von Inneneinrichtungen über die Herstellung von Fenstern und Türen bis hin zur Montage zugelieferter Bauteile. Die meisten Betriebe haben sich heutzutage spezialisiert. Wer sich für eine Ausbildung zum Tischler entschieden hat, sollte also die Werkstatt sorgfältig auswählen, bei der er oder sie sich bewirbt. Denn nicht jeder Betrieb arbeitet in dem Bereich, für den der Anwärter sich interessiert. Ein Praktikum zum Kennenlernen bietet sich in jedem Fall an. Nicht zuletzt steigert dies die Erfolgschancen bei späteren Bewerbungen.
Entsprechend der Vielseitigkeit des Berufsbildes gestaltet sich das Anforderungsprofil für Auszubildende. Neben handwerklichem Geschick sind gute mathematische Kenntnisse, konstruktives Verständnis und Vorstellungsvermögen gefragt. Formgefühl und zeichnerisches Talent runden das ideale Profil ab. Dazu kommen zwei weitere Eigenschaften, die von Vorteil sind: Verständnis für Kunden-Service und Marketing. Tischlern allein reicht heute oft nicht mehr, um im Markt zu bestehen. Die Kundenansprache, das aktive Vermarkten der eigenen Produkte und das Eingehen auf individuelle Wünsche - das sind Gebiete, die immer wichtiger werden. Denn Tischler und Schreiner stehen mit ihrer handwerklichen Fertigung in Konkurrenz zur billigen Industrieproduktion und müssen mit Service sowie Qualität überzeugen.
Tischler und Schreiner:
Zwei Namen, ein Beruf
(dtd). Der Beruf des Tischlers und Schreiners hat eine lange Tradition. Deswegen werden im deutschsprachigen Raum noch heute beide Berufsbezeichnungen "Tischler" und "Schreiner" gepflegt. Inhaltlich unterscheiden sie sich nicht, beide stehen für dieselbe Tätigkeit. Die offizielle Bezeichnung lautet "Tischler/Tischlerin". So heißt der Beruf auch im Norden Deutschlands und in Österreich. In Süddeutschland und der Schweiz ist die Bezeichnung "Schreiner/Schreinerin" üblich. Das Wort "Schreiner" stammt von Schrein (= Schrank) ab, während sich das Wort "Tischler" von Tisch ableitet.
Fit fürs Handwerk?
Aktionswoche zum Eignungstest vom 21. bis 26. November 2011
(dtd). Tischler ist ein Beruf, der es in sich hat: Man muss viel können, um ihn zu beherrschen. Das fängt bei praktischem Talent an und hört bei Rechnen und Rechtschreibung noch lange nicht auf. Aber wer sein Handwerk gelernt hat, dem stehen viele Türen offen. Am besten ist, man macht einen Eignungstest, bevor man sich für den Beruf entscheidet. Der Innungsverbund der Tischler richtet alljährlich im Herbst eine bundesweite "Woche des Eignungstests" aus.
In einem einstündigen freiwilligen Test können Jugendliche prüfen, ob der Beruf für sie der richtige ist. Sie müssen Aufgaben aus den Bereichen logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Grundverständnis und Konzentration lösen. Rechnen und Rechtschreibung sind natürlich auch gefragt. In diesem Jahr finden bundesweit Eignungstests vom 21. bis 26. November 2011 statt. Den jeweiligen Termin in der Region können Interessierte bei der Tischler- oder Schreinerinnung vor Ort erfragen.
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