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Verschmelzung von Raum und Funktion
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05.01.2012, 00:00 Uhr, Bau & Immobilien
Sozialer Mittelpunkt
In einer von Hektik und Stress geprägten Welt, die ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit fordert, avanciert das traute Heim zum sozialen Mittelpunkt des Lebens, an dem Entspannung und Erholung, aber auch Geselligkeit und zwischenmenschliche Kontakte gepflegt werden. In der Küche wird mit Freunden geschlemmt und gefeiert, die gute Stube wird zum Schauplatz unvergesslicher Kino-Abende und das Badezimmer zur ganz privaten SPA-Oase. Mit den sich verändernden Ansprüchen und Bedürfnissen ans Wohnen haben sich auch die Aufteilungen der einzelnen Räumlichkeiten verändert. Die früher strikt von einander abgegrenzten Bereiche öffnen sich und verschmelzen immer mehr miteinander. Moderne Unterhaltungselektronik hält in der Küche Einzug, Elemente der Körperpflege werden ins Schlafzimmer integriert und Wohn- sowie Esszimmer sind längt zu einer Einheit geworden.
Flexible Möbel
"Die Menschen verabschieden sich immer mehr von den alten Raumeinteilungen mit Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer", sagt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie. Als Trendbarometer nimmt die imm cologne diese Entwicklungen auf und spiegelt vom 16. bis 22. Januar 2012 auf dem Kölner Messegelände wider, was in der Einrichtungswelt im kommenden Jahr angesagt ist. Die Stadt am Rhein erwartet rund 1.100 Aussteller aus 54 Ländern, die ihre Sortimente und Neuheiten rund ums Wohnen präsentieren. Die neue offene Wohnform erfordert natürlich andere Möbel. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schränke und Sofas lediglich an die Wand gestellt wurden. Sie müssen heute von allen Seiten gut aussehen, solide verarbeitet und vor allem funktionell sein. Zudem werden moderne Möbel wieder kleiner, sodass sie leicht verstellbar sind. Somit können sie die Bewohner immer genau da platzieren, wo sie gerade Lust dazu haben. Vitrinen können schmal sein, weil LED-Licht kaum noch Platz benötigt. Tische lassen sich mit einfachen Handgriffen verlängern, wenn Gäste zum Essen kommen, und Flachbildschirme werden per Fernbedienung im Sideboard versenkt.
Grenzenlose Gestaltungsfreiheit
Moderne Bewohner fragen sich nicht mehr, was in ihr Wohnzimmer gehört, sondern was sie in ihrem so definierten Raum machen wollen. Das einstige "Entweder-oder-Modell" wird abgelöst durch ein eindeutiges "Sowohl-als-auch". Alles ist möglich, und jeder kann seine facettenreiche Persönlichkeit im eigenen Zuhause richtig ausleben. Heutzutage stellen alte, traditionelle Grenzen beim Einrichten keine unüberwindbaren Hürden mehr da. Das Fernsehen hält im Küchenbereich Einzug, der Esstisch wird in der offenen Küche mit Esssesseln zur Kommunikationszentrale oder die Badewanne findet im Schlafzimmer Platz. Diese Freiheit in den eigenen vier Wänden bietet enorm viele Möglichkeiten des Identitätsausdrucks und der gestalterischen Unabhängigkeit. Die Menschen wünschen sich Möbel, die zu möglichst 100 Prozent ihre ganz persönlichen Bedürfnisse erfüllen. Dies berücksichtigen die Hersteller inzwischen sehr gut und entwickeln Modelle, die eine große Variantenvielfalt hinsichtlich der Farben als auch der Ausprägung bieten.
In puncto Design geht die geradlinige Formensprache weiter, denn Schnörkel waren gestern. Klare Linien bestimmen das Bild. Doch dabei wirken die Formen und Linien bei aller Strenge nicht kühl, sondern verraten die Leidenschaft der Macher für Details und Qualität. Farben und Materialien sind von der Natur dominiert. Egal, um welchen Werkstoff es sich letztlich handelt: Die Hersteller sind durchweg bemüht, Modelle zu kreieren, die den Flair der Natur für die heimischen vier Wände einfangen.
Im Übrigen gilt beim Wohnen auch 2012 das Motto: "Alles ist möglich!" Den Einheitslook von gestern gibt es nicht mehr, Individualität ist Trumpf. Wohnen bedeutet Leben und Leben ist Veränderung. Beim Wohnen hat sich immer viel verändert, manches eher langsam, manches eher schnell, manches von Dauer und manches verschwindet auch schnell wieder.
Wandlungsfähige Lichtsysteme
(dtd). Ob in der Küche oder im Wohnzimmer: Der Esstisch bildet in vielen Haushalten das Herzstück des Familienlebens. An diesem zentralen Platz wird miteinander gegessen, gespielt und gelacht - im kleinen Kreis oder in geselliger Runde mit Freunden und Gästen. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt dabei das passende Licht. "Der Tisch und somit auch die Beleuchtung müssen wechselnden Anforderungen im Tagesverlauf gerecht werden. Ideal ist daher ein flexibles System", sagt Beleuchtungsexperte Alexander Schwarz vom Hersteller Oligo Lichttechnik.
Besonders im Trend sind höhenverstellbare und dimmbare Pendelleuchten. Sie spenden nicht nur zum Abendessen, sondern auch für alle anderen Aktivitäten am Tisch jeweils das passende Licht. Komfortabel sind Modelle mit Berührungsdimmer, welche eine stufenlose Einstellung der Helligkeit durch einfaches Anfassen der Leuchte ermöglichen. Beim Design entscheidet natürlich vor allem der persönliche Geschmack. "Grundsätzlich passen zu einem runden Esstisch auch eher runde Pendelleuchten, während mit eckigen Tischformen längliche Leuchten oder einzeln angeordnete Pendel harmonieren", so Alexander Schwarz.
Wichtig ist zudem, dass bei Tisch niemand geblendet wird. Eine Faustregel lautet: Der Abstand zwischen Tischplatte und Unterkante der Leuchte sollte rund 60 Zentimeter betragen. Wer eine gemütliche Lichtatmosphäre in der eigenen Wohnung mit einem hohen Energiespareffekt verbinden möchte, trifft mit LED-Pendelleuchten die richtige Wahl. Denn die Leuchtdioden verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln. Bei einer Lebensdauer der LEDs von circa 50.000 Stunden, so die Angaben des Herstellers, wird die sparsame und umweltfreundliche Pendelleuchte buchstäblich zur "Anschaffung fürs Leben".
Flexibler Sitzkomfort
(dtd). Gefragt sind heute Wohnwelten, die flexibel sind und viele Funktionen erfüllen können. Sessel und Sofas sind längst nicht mehr nur schlichte Sitzgelegenheiten, sondern sie dienen auch zum Relaxen, Schlafen, Arbeiten oder zum Genuss eines langen Heimkino-Abends. Die neuen Sofas sind viel zu hübsch, um sie wie zu Omas Zeiten unter Decken zu verstecken. Sie sollen aber nicht nur gut aussehen, sondern auch bequem sein. Jeder Bewohner soll Arme, Füße und Kopf nach seinen individuellen Bedürfnissen ablegen können. Der norwegische Bequemspezialist Ekornes beispielsweise bietet mit seinen Polstermöbeln der Marke "Stressless" eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Wohnzimmer den persönlichen Sitzvorlieben anzupassen. Dank einer großen Modellpalette mit individuell einstellbaren Rückenlehnen, kuscheligen Eckelementen und funktionalen Sektortischchen und dank unterschiedlichster Farben, Leder- und Stoffarten bleibt viel Spielraum, um individuelle Einrichtungsideen umzusetzen.
"Bei der Farbwahl sind Naturtöne besonders beliebt, ebenso wie das klassische Weiß oder Schwarz", beschreibt Gerhard Vorraber, Vorstand des österreichischen Polstermöbelherstellers ADA, die aktuellen Favoriten der Verbraucher. Auch bei den Bezügen dominiert die Natürlichkeit der Materialien, denn so können sich die Käufer sicher sein, dass sie sich mit den neuen Möbeln keine schädlichen Substanzen ins Haus holen.
Begehbares Stauraumwunder
(dtd). Sechs Millionen Haushalte in Deutschland wünschen sich einen begehbaren Kleiderschrank. Das hat das Institut für Demoskopie in Allensbach herausgefunden. Dieser Traum ist manchmal einfacher zu erfüllen als gedacht: Mit einem flexiblen Stauraumsystem können Hausfrauen und -männer auch den kleinsten Platz ausnutzen, um daraus einen begehbaren Schrank zu machen. Je nach Grundriss muss das Schlafzimmer nicht mehr als zwölf Quadratmeter messen, um ihn zu integrieren. Auf Bu?gel gehängte Kleidung benötigt 60 Zentimeter. Eine Tiefe von 120 Zentimetern reicht also aus, um hinter Schiebetu?ren Platz fu?r Kleidung und begehbaren Raum zu schaffen. Drehtu?ren schwingen in den Raum hinein, das kostet viel Nutzfläche. Gleittu?ren dagegen werden beim Öffnen zur Seite geschoben, legen sich clever vor die nächste Tu?r und stehen nicht im Weg, sondern dienen als Raumteiler im Schlafzimmer. Dahinter schaffen Aufbewahrungslösungen mit verschiedenen Komponenten Platz.
Bei flexiblen Wandsystemen wird nur eine stabile Tragleiste fest angebohrt. Mit Hilfe von Hängeschienen lassen sich anschließend ganz einfach Regalböden für gefaltete Hosen und Pullover sowie Körbe in verschiedenen Größen anbringen. In denen finden Strümpfe und Unterwäsche Platz. Ein Bodensystem dagegen besteht hauptsächlich aus aufeinander fixierbaren Korbregalen. Zusätzlich können Schuhablagen und Kleiderhaken seitlich daran angebracht werden. Gitterböden und Korbauszüge sind weitere Systemkomponenten. Wer eine Kleiderstange zwischen die Regale hängt, sortiert Jacken und Mäntel ordentlich. Gänzlich ohne Bohren kommt ein "Freestanding"-System aus, dessen Komponenten auf stabilen Stellfüßen montiert sind. Unter www.elfa.com gibt es Inspirationen für Regalwände und weitere Aufbewahrungsmöglichkeiten im Schlafzimmer.
Eleganz und Leichtigkeit im Bad
(dtd). Erfrischung und Reinigung, Erholung und Entspannung: Das moderne Bad soll eine Vielzahl von Ansprüchen erfüllen. Eine klare und zugleich angenehme Atmosphäre lässt sich mit Glas schaffen, das bei der Gestaltung von privaten Wellnessoasen nahezu unverzichtbar ist. Mit Ganzglasduschen, verglasten Wänden und Spiegeln lässt sich die Raumwirkung komfortabel und individuell gestalten. Duschkabinen oder -abtrennungen ganz aus Glas sind eine Einladung an die Sinne. Ganz nach den individuellen Ansprüchen und Bedürfnissen sind sie inzwischen in allen denkbaren Variationen erhältlich.
Ob als transparenter Blickfang oder Dekorelement: Glasduschen überzeugen durch ihre Widerstandsfähigkeit und gleichbleibende Ästhetik. Sie sind zudem pflegeleicht und durch Sicherheitsglas wie beispielsweise "Securit" ungefährlich. Eine attraktive Variante, die auch Sichtschutz bietet, sind Duschkabinen oder Trennwände aus Ornamentglas wie etwa "Masterglass". Doch auch bei Spiegeln spielt Glas im Bad eine Hauptrolle. Neben seinen praktischen Funktionen überzeugt es auch mit ästhetischen Vorzügen: Es gibt kleinen Räumen mehr Größe, verteilt das Licht im Raum und verführt zum Spiel mit Licht und Perspektive. Für Badezimmer eignen sich besonders Chromspiegel, die korrosionsfest und unempfindlich gegen Wasserdampf sind. Mehr Informationen und Gestaltungsanregungen finden sich unter www.climaplus-securit.com.
Facettereich wie die Natur
(dtd). Wohnen heißt sich wohlfühlen und gerne nach Hause kommen. Daher ist Natürlichkeit in den eigenen vier Wänden nicht nur Schlagwort, sondern es wird konsequent umgesetzt. Der naturgesunde Werkstoff Holz ist gefragt wie nie. Seine Optik und Haptik sind faszinierend. Die Oberfläche von Holz ist immer handwarm, sie lädt sich nicht elektrostatisch auf und zieht daher keinen Staub an. Holz wirkt zudem Raumklima regulierend. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, kann es Teile davon aufnehmen und gibt diese wieder ab, wenn die Raumluft einmal zu trocken ist.
Ein gutes Beispiel dafür ist der exklusive Holzboden Celenio von Haro. Dieser lässt auf den ersten Blick Stein oder Schiefer vermuten, doch das Wesentliche ist der natürliche Rohstoff Holz, der hier die Form einer dreidimensionalen Fliese annimmt. Die Böden sind angenehm fußwarm, bruchfest und zudem leicht zu verlegen. Sie schmeicheln mit ihrer natürlichen Farbgebung und den authentischen Strukturen in Stein, Schiefer oder Textil dem Auge. Die Grundlage bildet der Holzwerkstoff "Harolith". Dies ist ein Gemisch aus ausgewählten Holzspänen, Farbpigmenten sowie verschiedenen Naturharzen, das unter hohem Druck gepresst wird.
Neben Böden aus Stein und Holz liegen auch Kautschuk-Bodenbeläge zum Beispiel vom Hersteller nora systems im Trend. Diese bestehen bis zu 75 Prozent aus recycelbarem Material und sind frei von Weichmachern und Halogenen. Gleichzeitig ist der Belag nahezu unverwüstlich und unterstützt durch seine hohe Elastizität die Begeh- und Stehfreundlichkeit.
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