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Der Audi S8 im Test: Audi setzt neue Marken bei den Sportlimousinen
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18.10.2011, 00:00 Uhr, Auto & Verkehr
Im Frühjahr 2012 geht es los. Dann soll der S8 in allen Bereichen trumpfen - bei Design, innovativer Technik, souveräner Sportlichkeit, Sicherheit und Qualität auf höchstem Niveau. Ein Trumpf beim Thema Verbrauch ist das vergleichsweise geringe Gewicht von 1.975 kg, denn die Karosse ist fast komplett aus Alu. Und richtig windschnittig ist sie auch noch.
Innen glänzt der 5,15 Meter lange Wagen mit üppiger Serienausstattung, Verarbeitungsqualität auf Manufaktur-Niveau und durch kleine, wirkungsvolle Akzente. Das reicht von grauen Zifferblättern mit weißen Zeigern und beleuchteten Einstiegsleisten bis zu Schaltwippen und Pedalen in Alu-Optik oder rotem Ring um den Startknopf. Besonders edel sind die optionalen Sitzbezüge in mondsilber mit Rautensteppung.
Sparsames Kraftwerk
Wie die meisten Audi-Motoren folgt der neue 4.0 TFSI dem Prinzip des Downsizings - Aufladung ersetzt Hubraum, statt V10 kommt jetzt ein V8 zum Einsatz. Und der harmoniert perfekt mit der Direkteinspritzung FSI. Pro Zylinderbank verdichtet ein so genannter "Twinscroll-Turbolader" die Frischluft. Das Resultat: starker, früher Drehmomentaufbau direkt aus dem Leerlauf heraus, bei 1.000 Umdrehungen pro Minute stemmt der Motor schon 400 Nm Drehmoment, ab 1.700 wuchtet der Biturbo 650 Nm auf die Kurbelwelle.
Derart ausgerüstet geht es in 4,2 Sekunden auf 100 und ebenso rasant weiter bis 250 km/h. Dann ist Schluss, der Motor wird abgeregelt. Ansonsten hätte er auch mit 300 km/h keine Probleme.
Trotz solcher Höchstleistungen fiel der Verbrauch in unserem Test erstaunlich niedrig aus: exakt 11,8 Liter Super (vergleichbare Werksangabe im Mittel: 10,2 Liter). Dafür sorgen auch das serienmäßige Stopp-Start-System und die Abschaltung von vier Zylindern bei geringer bis mittlerer Motorlast. Bei moderatem Autobahntempo wirkt sich das sehr positiv auf den Verbrauch aus. Sobald man kräftig Gas gibt, schalten sich die deaktivierten Zylinder wieder zu - in einer Hundertstel-Sekunde.
Hochwertig
Die Achtstufen-tiptronic bringt Sportlichkeit und Effizienz ebenfalls zusammen. Sie nutzt so oft wie möglich große Gänge mit niedrigen Drehzahlen, schaltet schnell zurück, wenn gewünscht. Auch beim Fahrwerk zieht der neue S8 alle Register, z.B. durch die serienmäßige Luftfederung mit variabler Dämpfung. Sie harmoniert perfekt mit der ebenfalls serienmäßigen Dynamiklenkung, die Übersetzung und Servounterstützung an das Tempo anpasst. Im Kurvengrenzbereich stabilisiert sie das Fahrverhalten mit kleinen, fast unmerklichen Lenkeingriffen.
Im Notfall helfen extrem stark zupackende Bremsen, alternativ gibt es auch Scheiben aus Kohlefaser-Keramik - wie im Rennsport. Überhaupt wird Sicherheit hier ganz groß geschrieben, auch mit Hilfe diverser Fahrerassistenzsysteme. Die erkennen nachts Fußgänger, warnen vor Müdigkeit oder helfen beim Einparken mit vier kleinen Kameras.
Fazit: Audis S8 zeigt souverän, dass sich in der Luxusklasse Komfort, betonte Sportlichkeit und Sparsamkeit heute keinesfalls mehr widersprechen müssen. Der klangvoll-kultivierte Biturbo-V8 ist ein Meisterwerk der Technik - in jeder Hinsicht.
Autor: Achim Stahn
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